Jahresarbeit von Björn Jandrey März 2001 E-Mail

Jahresarbeit mit dem Thema "Geschichte der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd."

Auch unsere jugendlichen Mitglieder sind sehr aktiv in der Gesellschaft. Die vielfältigen Aktivitäten und Aufgaben innerhalb der Karnevalsgesellschaft Holzhausen hat Björn Jandrey in seiner Jahresarbeit an der Freiherr-Von-Stein Schule Immenhausen beleuchtet.

Inhaltsverzeichnis

 

 

Vorwort

Mein Thema ist die Geschichte der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd. Ich kam hierzu, da meine Eltern und Verwandten seit Jahren in der Karnevalsgesellschaft mit machen. Mein Vater ist z.B. seit 25 Jahren Mitglied in der Gesellschaft. Deshalb bin ich schon, seit ich ein kleines Kind war, dabei. Ob in der Bütt, im Elferrat oder in der Mini Playback Show, beim Kinderkarneval.

Gründung der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd. 1950

Die Idee, eine Karnevalsgesellschaft zu gründen, entstand 1949 auf dem Nachhauseweg vom Patschen-Fest in Knickhagen nach Holzhausen. Franz Nelle und Ernst Reuse, kamen auf diese Idee, bei einer Rast auf der Termenei. Nach ein Paar Tagen wussten alle Freunde bescheit und so stand der Gründung im selben Jahr nichts mehr im Wege. Da aber noch finanzielle Risiken offen waren, gliederten sie sich dem Sportsverein an. Man wusste aber natürlich nicht, ob die geplanten Veranstaltungen gut besucht würden. Deshalb trat der Sportverein von der Leitung zurück und somit wurde dann im Oktober 1950 aus der Sparte Karneval, die eigenständige Karnevalsgesellschaft. Schließlich brauchte man auch einen Vorstand. So wurde Karl Köster zum ersten Vorsitzenden und Franz Nelle zum ersten Präsidenten gewählt. Zu einer Karnevalsgesellschaft gehört aber auch ein Prinzenpaar, das von Prinz Ernst dem 1.(Ernst Reuse) und seiner Lieblichkeit Prinzessin Herta die 1.(Herta Liebknecht) vertreten wurde. Schließlich fehlte nur noch der Elferrat, den man auch schnell zusammen hatte: Franz Nelle, Werner Leimbach, Richard Flöther, Jakob Bretthauer, Walter Seide, Kurt Knauf, Gustav Raabe, Walter Gans, Wilhelm Zeller, Herbert Stössel und Alfred Kuchenbecker. Man brauchte natürlich auch einen Veranstaltungs- und Versammlungsort. Dieses wurde das Haus Köster, das gleichzeitig auch Vereinslokal wurde. Schnell wurde auch der Entwurf einer Vereinsfahne erstellt, deren eine Seite die Schwarze Katze ziert. Auf der anderen Seite sieht man das Holzhäuser Wappen(den Hirsch, der für den Reinhardswald steht) und das Zunftzeichen für den Bergbau. Die Farben des Vereines wurden Rot/Weiß. Schließlich konnte es losgehen und der Erfolg gab Ihnen Recht, jedes Jahr waren die Holzhäuser von dem Programm aufs neue fasziniert. Da die Holzhäuser als Spitznamen "Heidelbeeren" genannt werden, kam Franz Nelle auf die Idee, ein Lied darüber zu schreiben. Dieses Lied, kennt noch Heute jeder Holzhäuser und es wird auf jeder Sitzung gespielt, man nennt es deshalb auch die Holzhäuser Nationalhymne.

Entwicklung der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd. zwischen den Jahren 1950-2001

Schnell sprach es sich herum, in Holzhausen versteht man gut zu feiern. So kam es dazu, dass auch immer mehr Fremde nach Holzhausen zum Karneval kamen. Da die Nachfrage immer größer wurde, veranstaltete die Karnevalsgesellschaft nun auch Sitzungen außerhalb Holzhausens. Da Kösters Saal für landwirtschaftliche Aktivitäten gebraucht wurde, fand 1961 dort die letzte Veranstaltung statt. In den folgenden zwei Jahren wurden die Veranstaltungen dann in der Gaststätte zum Reinhardswald aufgeführt. Man brauchte natürlich auch wieder ein neues Vereinslokal, das man 1964 mit dem Deutschen Haus fand, gleichzeitig wurde es auch neuer Veranstaltungsort. Nachdem 1972 der Bau des neuen Bürgerhauses abgeschlossen war, wechselte man dort in die große Halle. Man hatte zwar nun größere Räumlichkeiten, die brachten aber auch mehr Arbeit mit sich. In den alten Räumen konnte man noch mit einem Mikrofon und einfachen Mitteln den Saal beschallen. Dies ging in dem Großen Saal nicht mehr. Zunächst versuchte man mit der Beschallungsanlage des Bürgerhauses auszukommen, dies zeigte sich aber schon früh als ungeeignet. So war man gezwungen sich eine eigene Beschallungsanlage anzuschaffen. Anfangs wurden zur Beleuchtung noch zwei Baustrahler benutzt, die aber nach und nach zu einer perfekten Lichtanlage ausgebaut wurden. Da man aber immer noch das Gefühl hatte, in einer Sporthalle zu sitzen, wurde in vielen Stunden Kleinarbeit, außer dem Elferratstisch, auch mehrere Rückwände, Prinzenlogen und Saaldekoration gebaut. Die Zuschauer wurden schließlich auch immer anspruchsvoller und somit musste man sich auch immer wieder neue Sachen einfallen lassen. Zum 25- jährigen Bestehen, ließ man sich etwas ganz besonderes einfallen. Man stellte einen Umzug von über 50 Wagen auf, der durch ganz Holzhausen fuhr. Der Umzug wurde von einer riesigen Rakete, in der, der Elferrat platz nahm angeführt. Für das Prinzenpaar musste man ja schließlich auch etwas bauen und somit nahm es in einem überdimensionalen Weinkelch platz. Mit der Rakete und dem Weinkelch sorgte man im selben Jahr in Fritzlar für Aufsehen. Sogar bei Veranstaltungen in Rothwestens Kaserne, in Gieselwerder, in der Kasseler Stadthalle, bei der Gewerkschaft der Polizei, in der Edeka-Zentrale Melsungen, in Gottstreu, in Hombressen, in Calden, zur Weiberfastnacht in Wattenscheid, überall feierten die Holzhäuser Narren mit. Natürlich sollte auch erwähnt werden, das wir sogar von der Presse, von Besuchern vom verwöhnten Rheinischen Karneval und von anderen Karnevalsvereinen für unseren reibungslosen Ablauf, unsere Disziplin und Spontaneität, gelobt wurden. Neu war zu dieser Zeit die Einführung eines Jahresordens, der sehr schnell zur Tradition wurde. Leider musste man diese Tradition 1997 abrechen, da sonst der finanzielle Rahmen gesprengt worden wäre.

Unerwähnt bleiben dürfen natürlich auch nicht die Frauen, die z.B. bei Sitzungen, im Keller, den Gardemädchen beim umziehen helfen, sowie die älteren Damen und Herren, die zwar nicht mehr aktiv am Programm teilnehmen, aber wenn benötigt, selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und andere Verpflegung zur Verfügung stellen. Im Jahr 1989/90 gab es gleich zwei Dinge zu feiern. Einerseits das 40-jährige Bestehen der Karnevalsgesellschaft und andererseits die Wiedervereinigung Deutschlands. Kurz nach der Grenzöffnung entstand durch geknüpfte Kontakte einiger Mitglieder eine Freundschaft zwischen der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd. und dem Lauchrödener Karnevalsverein. Anfangs wurden diese Kontakte noch innig gehalten, aber mit den Jahren ist dies dann etwas eingeschlafen. Auch wenn heute der Kontakt nicht mehr so stark ist, kommen noch einzelne Karnevallisten aus Lauchröden zu unseren Veranstaltungen. Der Zweite große Umzug der Karnevalsgesellschaft durch Holzhausen fand im Juni 1990, in einer Recht untypischen Zeit für Karnevallisten statt. Viele befreundete Karnevalsvereine, sowie die freiwillige Feuerwehr und der Sportsverein nahmen daran teil. Das kunterbunte Fest fand neben dem Programm und dem Pfingstball, bei wunderschönen Wetter auf dem Bürgerhausparkplatz statt. Über diese langen Jahre hinweg, wurden schließlich auch viele Freundschaften geknüpft und weiter ausgebaut. Besonders hervorheben sollte man die Freundschaft zu den Immenhäusern, den M-Einser aus Kassel und natürlich den Aquarianern aus Vellmar, die jedes Jahr mit ihren Schautanzpärchen auf unserer Kinder- und Jugendsitzung auftreten. Zu den Höhepunkten zählte auch die Teilnahme bei den Festumzügen in Moulhouse-Frankreich, die durch die Kasseler Karnevalsgesellschaften vorzüglich vorbereitet wurden. Ein fester Bestandteil des Programms waren ebenfalls die Fremdensitzungen beim Motorsportclub des ADAC in Bad Emstal. Außerdem führen wir schon seit über 20 Jahren im Kasseler Stadtteil Jungfernkopf unser Programm auf und stellen seit mehr als 10 Jahren ein Programm beim Stadteilfest Jungfernkopf zusammen. Neben dem Programm beim Stadtteilfest, sorgen wir auch an allen drei Tagen für die richtige Beschallung und Beleuchtung des Festzeltes. Zwei Mitglieder unserer Karnevalsgesellschaft arbeiten seit mehreren Jahren im Jugend- und Satzungsausschuss des regionalen Karneval-Verband-Kurhessen mit. Die Jugendarbeit wird in der Karnevalsgesellschaft auch groß geschrieben und deswegen feiern wir schon seit über 20 Jahren den Kinder- und Jugendkarneval. Das erste Kinderprinzenpaar stand schon 1956 auf der Bühne.

In der Session 1999/00 war es dann soweit, die Karnevalsgesellschaft wurde 50 Jahre. Dieses große Jubiläum musste man ja auch angemessen feiern und somit setzten sich viele Leute zusammen und planten eine große Jubiläumsveranstaltung. Da dieses Jubiläum etwas besonderes war, beschloss man den alten Versammlungsentschluss von 1997 für dieses Jahr aufzuheben und es gab wieder einen Jahres- bzw. Jubiläumsorden. Der musste aber auch erst mal entwickelt werden und somit setzte sich der 1.Vorsitzende Roland Fehling mit der Ordensfirma Zinnhannes in Verbindung und erstellte einen brillanten Orden. Aus diesem Anlass wurde auch eine Festzeitung erstellt, in der die gesamte Geschichte der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd. niedergeschrieben wurde. An alle Karnevalsvereine gingen Einladungen zur Jubiläumsfeier aus und am Samstag des 29.01.2000 stieg dann um 18 Uhr 30 die große Feier und alle Vereine gratulierten mit Geschenken, der Karnevalsgesellschaft. Außerdem traten wir in diesem Jahr erstmals in Baunatal, bei den Fußballern vom KSV auf. In der Session 2000/2001 war wieder etwas Besonderes außerhalb der festen Sitzungen. Denn die Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd. hatte die große Ehre den Neujahrsempfang vom Landkreis, zu Ehren Dr. Udo Schlitzberger auszurichten. Für dieses Ereignis musste man natürlich sehr viel planen und somit wurden mehrere Versammlungen mit anderen Vertretern der vielen Karnevalsvereine einberufen. Da fast jeder Karnevalsverein einen Auftritt aufführen wollte, musste man kucken wer auftreten darf und wer nicht. Da allen der Orden vom Vorjahr so gut gefiel, beschloss man wieder einen Orden zu nehmen. Dieser Orden soll nun für mehrere Jahre genutzt werden. Nachdem der Neujahrsempfang zu Ende war, äußerte sich Karl Hellmich(er bereitet den Neujahrsempfang jedes Jahr mit den austragenden Verein zusammen vor) sehr positiv über die Gesellschaft, da er noch nie zuvor mit so einem unkomplizierten und gut strukturierten Verein gearbeitet hat, er sagte: " Diese Veranstaltung war so perfekt, es wird schwer so einen Verein für das nächste Jahr zu finden, der diesem Niveau stand halten kann. "

Prinzenpaare der Gesellschaft

An dieser Stelle verweisen wir auf die aktuelle Liste der Prinzenpaare der Gesellschaft.

Auftritte der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd. in der Session 2000/01

 

Die Session 2000/01 begann wie üblich am 11.11.2000. Die Eröffnungsfeier stand diesen Abend unter dem Motto "Karnevalistische Olympiade", Völker der Welt treffen sich in Holzhausen. Hierzu wurde extra ein Olympisches Feuer angefertigt, dass um 20Uhr11 traditionell von einem Fackelläufer entzündet wurde. Nun war es an der Zeit das alte Prinzenpaar, sowie das Kinder- und Jugendprinzenpaar zu verabschieden. Zum Abschluss hielten die alten Prinzenpaare , Prinz Robert und Prinzessin Susanne, und Prinz Sören eine Abschluss Rede. Die Kinder- und Jugendprinzessin Eileen konnte an diesem Abend leider nicht erscheinen. Da nun die Zeit gekommen war, wurde das Zepter an die neuen Prinzenpaare übergeben. Es regierten nun Prinz Wolfgang II (Martiensen) "der singende Kameramann", und seine Lieblichkeit Prinzessin Christa II (Fehling) "vom stämmerischen Wassergarten", sowie Prinz Christoph I (Reuter) " vom alten Forsthaus", mit seiner Lieblichkeit Prinzessin Vanessa I (Zimmering) "die rasende Seifenkistenfahrerin." Natürlich hielten auch die neuen Prinzenpaare eine kurze Rede. Anschließend tanzte die Prinzen- und Jugendgarde zu Ehren der Prinzenpaare. An diesem Abend stellte die Jugendgarde erstmals ihre neuen Kostüme vor. Nachdem nun der offizielle Teil erledigt war, konnte man sich dem lustigen Teil des Abends widmen. Dieser wurde durch Darbietungen der Gruppe Mystik eröffnet, mit Stimmungsliedern von DJ Ötzi. Weiter ging es dann mit Playbackdarbietungen der Gruppe Rentnerbank. Die, Lieder von "König von Mallorca", über "Antonia", bis hin zum "verliebten Fischer", darboten. Das ganze wurde moderiert von " Mooshammer", mit seiner "Daisy". An diesem Abend konnte man Gäste aus Wilhelmshausen, Baunatal, Kassel und benachbarten Gemeinden begrüßen. Besonders erfreut war man über den Besuch der Karnevallisten der Karnevalssparte des TSV Immenhausen und der Karnevalsgruppe der Katholischen Kirche Immenhausens, mit deren Präsidenten Dieter Seeger und Markus Novotny. Außerdem konnte man den Bürgermeister der Stadt Immenhausen Andreas Güttler empfangen. Erst in den frühen Morgenstunden verließen die letzten Gäste die Veranstaltung. Bereits am 7. November wurde die Silberne Heidelbeere an Rolf Scharfe verliehen, dies ist die höchste Auszeichnung, die, die Karnevalsgesellschaft an verdiente Bürger von Holzhausen ausgibt. Diese Auszeichnung wurde dieses Jahr erst zum zweiten Mal vergeben.

 

Am 14.01.2001 war dann das nächste große Fest. Den die Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd. Dufte den Neujahrsempfang vom Landkreis austragen. Dieser Tag stand unter den Motto: "Auch wenn man sich zum Narren macht, Humor ist wenn man trotzdem lacht!" 130 Aktive aus 25 Karnevalsgesellschaften- und Vereinen lieferten ein dreieinhalb Stunden Programm, mit 28 Programmpunkten. Extra für den Neujahrsempfang wurde der Platz auf der Bühne vergrößert, da auch größere Garden tanzten, die mehr Platz benötigten. Um 15.11 Uhr wurde die Veranstaltung durch den Ersten Vorsitzenden Roland Fehling, mit einem Eröffnungsprolog begonnen. 330 Besucher zählte man im Saal, denen durch Tanz sowie Büttenreden kräftig eingeheizt wurde. Da nicht alle Leute im Saal platz fanden wurde eine Kamera installiert die das Programm auf den Fernseher im Flur übertrug, somit konnten alle Leute das Programm betrachten. Schirmherr Dr. Udo Schlitzberger ehrte die Präsidenten der Gesellschaften und die Garden, die bei den Deutschen Meisterschaften gewonnen hatten. Nach Ende der Veranstaltung wurde wieder alles abgebaut. Als dann alles fertig war, nahm man noch einen Imbiss zu sich und Karl Hellmich äußerte sich sehr positiv über die Gesellschaft.

Nach dem sehr positiven Neujahrsempfang ging es am 27.01.2001 zum Kasseler Stadtteil Jungfernkopf, wo wir seit über 20 Jahren das Programm gestalten. Da diese Veranstaltung vor unserer Ersten Prunk- und Galasitzung lag, waren alle sehr aufgeregt, da sie die eingeprobten Nummern noch nicht vor Publikum vorgeführt hatten. Die Veranstaltung lief sehr gut. Das Highlight des Abends war sicher unser Ehren Präsident Erich Ruppert, da er im Stadtteil Jungfernkopf wohnt und viele Freunde und Bekannte als Zuschauer da waren. Er trat mit der Büttenrede "Der Leierkastenmann", auf. Da er in Holzhausen, Jungfernkopf und Baunatal mit der selbstgeschriebenen Büttenrede auftrat, änderte er die Namen in der Büttenrede so, dass sie auf den Ort zutrafen.

Am Samstag den 03.02.2001 war es an der Zeit, auch in Holzhausen die erste Veranstaltung zu feiern. Die Zuschauer erlebten gleich beim Eintreten in den Saal viele neue Sachen, denn die Karnevalsgesellschaft hatte den Festwirt gewechselt und somit wurde anstatt mit Bargeld mit Chips bezahlt, die man an der Kasse kaufen konnte. Die Tischdekoration, sowie die Sektbar waren ebenfalls neu gestaltet. Nach der Sitzung äußerten sich viele Leute positiv über die neue Bewirtschaftung. Um 20.11 Uhr begann dann die erste Punk- und Galasitzung im reich dekorierten Bürgerhaus. Die Karten für die Sitzungen waren im voraus schon weg. Nach dem Eröffnungsprolog durch den Ersten Vorsitzenden fing dann der bunte Reigen an. Der Elferrat, sowie die Pinzen-, Jugend-, Kinder-, und Minigarde und natürlich auch die beiden Prinzenpaare marschierten zum Klang des Narrhallehrmarsches ein. Während der Elferrat auf seinen Sitzen platz nahm, hielten die beiden Prinzenpaare ihre Rede zum Närrischen Volk. Zu Ehren der Prinzenpaare tanzte dann die Prinzen- und Jugendgarde, während die Kinder- und Minigarde abmarschierten. Das Programm war bunt gemischt, von allen war etwas dabei. Das Publikum wurde von Tanzeinlagen der Prinzen-, Jugend-, Kinder-, Minigarde, Incognitos, sowie der Männergarde, den Holzhäuser Dream Boys, die fast alle Hüllen fielen ließen, begeistert und der Gruppe Mystik, die besonders durch ihre imposanten Kostüme auffielen. Viel zu lachen hatte das Publikum bei den Büttenreden die von Karl-Heinz und Anita Bachmann "Der Vereinsmeier", Nicole Fehling "Der Urlauber", Jörg Ruppert "Der Computerfreak", Gabriele Jandrey " Der Hausmann" und Erich Ruppert "Der Leierkastenmann", perfekt vorgetragen wurden. Erich Ruppert, der Ehren Präsident der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd., feierte an diesen Abend ein ganz besonderes Jubiläum, da er seit 44 Jahren in der Bütt steht. Grund zum feiern hatte an diesem Abend auch der Saalmeister, Ralf Blank, denn er bekam die höchste Auszeichnung des Karnevalsverband Kurhessen, den Karlsorden für 25jährige Mitgliedschaft und besondere Verdienste in der Gesellschaft. Den Höhepunkt setzte an diesem Abend die Rentnerbank mit ihren Programm "Alle Mann am Ballermann", sie begeisterten das Publikum mit Playback und Lifegesang ob Antonia, Mooshammer, Zlatko und Jürgen oder Dj Ötzi alle waren dabei. Am Ende des Programms kamen wie immer alle Aktiven auf die Bühne und sangen traditionell "So ein Tag, so wunderschön wie Heute". Nach Beenden des Liedes bleiben alle auf der Bühne und der Erste Vorsitzende erwähnt alle Aktiven die im Hintergrund gearbeitet haben. Nun wurde innerhalb von 5-6 Minuten die komplette Bühne, mit Elferrat und Kinderprinzenthron abgebaut. Nach dem dies alles fertig war, eröffnete das Prinzenpaar und der Elferrat mit der Prinzengarde den Tanz. Gegen 4.00 Uhr wurde dann der Saal geschlossen, den am nächsten Tag muss ja auch wieder aufgeräumt werden. Alle Karnevallisten und Freunde des Prinzenpaares die dann noch nicht genug haben, gehen dann zu den Prinz oder der Prinzessin zum Frühstücken.

Am 10.02.2001 ging es zum zweiten mal in der Geschichte zu den Fußballern nach Baunatal. Extra hierfür wurde ein Bus gemietet, damit alle auch etwas trinken konnten und nicht mit so vielen Autos nach Baunatal gefahren wurde. Also fuhren alle mit den Bus um 19.00 Uhr vom Bürgerhausparkplatz in Holzhausen ab. Außer die Technik und die Bühnenarbeiter, die mit der Beschallungs- und Lichtanlage schon um 17.30 Uhr losfuhren. In Baunatal traten jedoch nicht alle Programmpunkte auf, wie auf der Prunk- und Galasitzung. Nach der Veranstaltung ging es wieder zurück nach Holzhausen, da am nächsten Tag die Kinder- und Jugendsitzung anstand. Morgens um zehn Uhr war wieder die Technik und die Bühnenarbeiter am Werk, da die Boxen, sowie die Lichtanlagen wieder unter die Decke mussten und die Musikanlage und die Mikroempfänger wieder angeschlossen werden mussten. Um 11.00 Uhr musste dies alles fertig sein, da dann die Anderen kamen um die Tische und Stühle zu stellen. Am Sonntag des 11.02.2001 begann dann um 15.11 Uhr die Kinder- und Jugendsitzung. Die Veranstaltung wurde von den Kinder- und Jugendpräsidenten Sven Gans geleitet. Im Gegensatz zu der großen Sitzung hat bei der Kindersitzung das Kinderprinzenpaar das Sagen und das Erwachsene Prinzenpaar ist nur Gast, es hält zwar auch eine Rede, nimmt aber danach im Saal platz. Die Besucher bekamen ein buntes Programm zu sehen. Stefanie Hof und Alina Behrend hielten jeweils eine Büttenrede über die, die Kinder herzhaft lachten, da die Erwachsenen kräftig auf die Schippe genommen wurden. Außerdem konnte man die Prinzen-, Jugend-, Kinder-, und Minigarde bei ihren Tänzen bewundern. Wie jedes Jahr kam wieder ein Tanzmariechen und eine Paartanzgruppe von den Aquarianern aus Vellmar. Zur Auflockerung der Kinder wurde zwischen dem Programm ein paar Minuten Animation eingebaut. Nachdem die Animation zu Ende war, ging es weiter mit der Mini Playbackshow, die von Stefanie Hof moderiert wurde. Dort konnte man Künstler wie Berger, Jennifer Lopez, Britney Spears oder Five und Queen bewundern. Nachdem das Programm zu Ende war, begann die Disco. Die Kinder konnten sich ihre Titel selber wünschen, die dann natürlich auch gespielt wurden. Um 18.30 Uhr war dann auch die nächste Feier zu Ende und die Lichter wurden angemacht. Während die letzten Besucher dann den Saal verließen wurde schon wieder kräftig gearbeitet, denn alles musste wieder in Ordnung gebracht werden. Am 17.02.2001 fand dann die zweite Prunk- und Galasitzung statt. Seit mehr als acht Jahren wird in Holzhausen im Deutschen Haus die Weiberfastnacht gefeiert. Dieses Jahr war aber alles etwas anders, denn die Weiberfastnacht am Donnerstag des 22.02.2001 wurde erstmals in Immenhausen, im Schützenhaus ausgetragen. Ab diesen Jahr soll nämlich der Austragungsort der Weiberfastnacht jedes Jahr zwischen Holzhausen und Immenhausen wechseln. Bei der Weiberfastnacht bekommt jede Frau einen Hausfrauenorden zum Beispiel das "Dessousaufhänggerät" (Wäscheklammer). Das Prinzenpaar ist natürlich auch anwesend, dabei wird dem Prinz, nach rheinischer Manier, die Krawatte abgeschnitten. Nachdem das Prinzenpaar ihre Rede gehalten hat, darf der Prinz noch eine Stunde bleiben, bis er den Saal verlassen muss. Das Programm wurde wie jedes Jahr durch Programmpunkte der Frauen angeheizt. Nun ging die Session auch schon langsam dem Ende entgegen, denn am 26.02.2001 war Rosenmontag. Um 9.00 Uhr trafen sich alle Karnevalisten, die mit nach Immenhausen zur Rathausstürmung gingen und die, die dablieben um das Festzelt, das von der Freiwilligen Feuerwehr Holzhausen aufgebaut wurde, zu schmücken und die Beschallungs- und Lichtanlagen aufzubauen. Wie die letzten Jahre, fand auch dieses Jahr der Rosenmontag in den Garagen der Freiwilligen Feuerwehr Holzhausens statt. Nachdem die Garden eingekleidet waren, fuhren alle in Autos um 9.30 Uhr nach Immenhausen. In der Jahnturnhalle trafen sich dann alle Aktiven des Umzuges der Karnevalsvereine- und Gesellschaften aus Holzhausen und Immenhausen, sowie mehrere Spielmannszüge. Um 10.15 Uhr war dann Aufstellung und der Umzug ging durch Immenhausen. Nachdem alle am Rathaus eingetroffen waren, wurde nach einer kurzen Ansprache durch die Präsidenten der Karnevalsvereine- und Gesellschaften aus Holzhausen und Immenhausen, sowie des Bürgermeisters von Immenhausen, das Rathaus gestürmt. Im Rathaus gibt es dann immer etwas zu Essen und zu Trinken für die Karnevallisten. Um 11.15 Uhr ging es dann wieder nach Holzhausen zu Armin Diehl, wo man sich ebenfalls noch einmal stärken konnte. Danach ging es um 12.00 Uhr zur Grundschule in Holzhausen, wo die Kinder schon auf die Befreiung aus dem Unterricht warteten. Nach dem die Schule als geschlossen erklärt wurde und gemeinsam das "Holzhäuser Heidelbeerlied", gesungen wurde, marschiert man gemeinsam durchs Dorf. Dabei werden die Geschäfte und bekannten Stellen besucht. Dafür bekommt die Gesellschaft als Dank "Ahle Wurscht", eine Flasche Schnaps und Geldspenden. Nachdem alle Geschäfte und bekannten Stellen besucht wurden, ging es zum Festplatz, wo man bis spät in den Abend, durch Musik von der Kappelle der Freiwilligen Feuerwehr und vom Band fröhlich feierte. Am 27.02.2001 trafen sich morgens alle Karnevallisten die frei bekommen hatten um den Festplatz wieder sauber zu machen. Um 19.00 Uhr begann dann der Traditionelle Prinzessinempfang. Nachdem das Prinzenpaar eingetroffen war, begann man mit dem Essen. Als alle damit fertig waren, bedankte sich das Prinzenpaar bei allen Verwandten, Freunden und Helfern, die das Prinzenpaar so tatkräftig unterstützt hatten, mit kleinen Präsenten. Nun kam es zum nächsten traditionellen Teil, mit der Hopeditz Verbrennung, da das Bauen des alten Hopeditz immer mit viel Arbeit verbunden war und die Aufräumaktion nach dem Verbrennen auch, wurde dieses Jahr eine Änderung vorgenommen. Die Kanoniere brachten den neuen Hopeditz rein, nach der Verabschiedung des Präsidenten, wurde dann das Feuer gezündet. Während der Verbrennung sangen alle das Holzhäuser Heidelbeerlied und hofften auf eine gute nächste Kampagne. Zur Auflockerung wurde dann wie all die Jahre etwas Programm zu Ehren des Prinzenpaares dargeboten. Nachdem die einzelnen Darbietungen zu Ende waren, bedankten sich die Gruppen bei dem Prinzenpaar mit verschiedenen Geschenken. Nun war der Offizielle Teil auch zu Ende und der Abend fand beim gemütlichen zusammen sein einen schönen aber auch späten Ausklang. Am nächsten Tag, dem Aschermittwoch wurde dann der Saal wieder aufgeräumt und die Session beendet.

Nicht zu vergessen ist auch die Jahreshauptversammlung 2000/01 am Samstag, den 31. März 2001, um 20.11 Uhr. Hierbei liest jedes Vorstandsmitglied seinen Bericht vor, danach wird dann ein Wahlleiter bestimmt, bevor der gesamte Vorstand entlastet wird und die Vorschläge zur Neuwahl bekannt gegeben werden. Nun kommt es zur Wahl des Vorstands. Nach Beendigung der Wahl kommt es noch zum Punkt Verschiedenes bevor die Versammlung geschlossen wird. Dies waren die Auftritte in der Session 2000/2001.

Arbeiten in der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd.

Vor, oder nach einer Session fallen auch Arbeiten an, da die Karnevalsgesellschaft auch auf anderen Feiern auftritt, wie zum Beispiel: auf dem Stadtteilfest Jungfernkopf, der Kirmes in Holzhausen oder den Ortsfest in Holzhausen. Außerdem unterstützt man andere ortsansässige Vereine und bietet seine Hilfe an. Manchmal wird auch unsere Beschallungs- und Lichtanlage gemietet, dies aber nur mit den Jungs von der Technik, die sich mit den Geräten auskennen, das bedeutet natürlich auch zusätzliche Arbeit. Nach dem feststeht, wer das Prinzenpaar der neuen Session ist, muss ein Orden entworfen und gebaut werden. Außerdem benötigen die Prinzenpaare, Button, die sie an die Mitglieder der Gesellschaft und an die aktiven Programmteilnehmer der Prunk- und Galasitzung verteilt. Um diese vielen Button für das Erwachsenen- und Kinderprinzenpaar herzustellen vergeht natürlich auch sehr viel Zeit und Arbeit. Ziemlich viel Arbeit hat die ganze Session über der Saalmeister, da er zum Beispiel: Sachen die kaputt gegangen sind repariert oder ganz neu herstellt, außerdem entwirft er neue Kulissen für manche Programmpunkte, wie das Olympische Feuer für den 11.11.2001 und den Auftritt der Männergarde auf den Prunk- und Galasitzungen, sowie den Marthafahl für den Showtanz der Kleinen Garde, auf den Prunk- und Galasitzungen und der Kinder- und Jugendsitzung in dieser Session. Während der neuen Session ist natürlich viel zu tun und kaum ein Wochenende ist ohne Termine, denn es muss bevor man die erste Sitzung feiern kann, erst mal der Saal dekoriert und aufgebaut werden. Das ist eine Menge Arbeit, da alles was man braucht im Keller steht und so heißt es erst mal Treppen laufen bis man alles oben hat, von Boxen, Lichtanlage bis hin zum Elferratstisch. Wenn man alles oben- und aufgebaut hat ist man erst einmal froh die ganze Arbeit hinter sich zu haben, aber am Ende der Session muss auch alles wieder runter, dies geht aber viel schneller. Vor den Sitzungen werden dann immer die Stühle und Tische gestellt, sowie die Beschallungs- und Lichtanlagen getestet und neu eingestellt, die Bühnenarbeiter kümmern sich indessen um die Utensilien für die Auftritte der Sitzungen. Nachdem alle Stühle und Tische gestellt sind und die Technik mit ihrer Arbeit fertig ist, werden die Tischdecken auf den Tischen zurechtgeschnitten und befestigt sowie die Essens- und Getränkekarten darauf gestellt. Dann ist es die Arbeit des Platzschreibers auf die Tischdecken die Eintrittsnummern zu schreiben, damit die Leute wissen, wo sie sitzen. Damit aber überhaupt Leute kommen, werden Plakate entworfen, gedruckt und in den Geschäften, sowie im Schaukasten aufgehängt. Wenn dies alles gemacht wurde, steht einer guten Sitzung nichts mehr im weg.

Mein Aufgabe in der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd.

Wie vorher schon erwähnt, bin ich seit zwei Jahren in der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd. aktiv am Abend Programm als Bühnenarbeiter beteiligt. Doch die Arbeit fängt schon viel früher an. Mehrere Wochen vor der Sitzung ist immer Samstags, um 10.00 Uhr Saalaufbau. An diesen Tagen werden die Orden der Prinzenpaare aus dem Keller geholt und aufgehangen, die Bühne muss aufgebaut werden, die Technik muss eingerichtet werden, die Lichtanlage sowie die Boxen müssen an die Decke und vieles mehr. Hierfür werden natürlich viele Leute gebraucht die helfen und deshalb ist es selbstverständlich für mich, an diesen Tagen immer anwesend zu sein um zu helfen. Irgendwann vor den Sitzungen ist Generalprobe, da müssen wir Bühnenarbeiter auch anwesend sein, damit wir die Utensilien, die für die Darbietungen benötigt werden, in den Ablauf der Sitzung einzutragen. Immer Freitags sind in der Karnevalszeit Versammlungen, wo ich auch immer anwesend bin. Den Freitag vor den Prunk- und Galasitzungen ist nach der Versammlung, immer Aufbau der Tische und Stühle. Die Bühnenarbeiter besorgen dann die nötigen Utensilien für die Sitzung. Dazu gehört unter anderem das Hochholen der Notenständer, Mikroständer, Nebelmaschine und Gegenstände für verschiedene Auftritte aus dem Keller. An dem Abend der Prunk- und Galasitzung die um 20.11 Uhr beginnt, müssen die Bühnenarbeiter schon um 18.30 Uhr da sein, da man noch Getränke in die Umkleiden bringen muss. Außerdem werden dann noch Sachen, die vielleicht unklar sind, geklärt und die Telefonnummern überprüft, damit während der Sitzung nichts schief geht. Zu den Aufgaben der Bühnenarbeiter vor, während und nach der Sitzung zählen: Gläser und Getränke auf den Elferratstisch- und in die Umkleiden stellen, die Mikro- und Notenständer aufbauen sowie für die Büttenreden ausrichten, für Auftritte die nötigen Utensilien auf die Bühne bringen und aufbauen. Nach der Sitzung müssen die Getränke und Gläser wieder vom Elferratstisch entfernt und die gesamte Bühne abgebaut werden. Nachdem dies alles gemacht wurde und das Programm vorbei ist, treffen sich die Technik und die Bühnenarbeiter im Keller und feiern die gelungene Sitzung und besprechen, was vielleicht nicht so gut gelaufen ist. An dem Sonntag nach der Sitzung werden dann die Tische und Stühle wieder abgebaut. Wenn wir zu auswärtigen Sitzungen fahren, zum Beispiel nach Baunatal oder Jungfernkopf, müssen wir mit der Technik zusammen die Lichtanlage und die Beschallungsanlage abbauen und dort wieder aufbauen, darum fahren wir an solchen Veranstaltungen immer vor den Anderen los und immer mit extra Autos. Dieses Jahr war ich auch zum ersten Mal als Kanonier im Rosenmontagsumzug dabei. Wir fuhren mit der Kanone um 9.30 Uhr am Rosenmontag nach Immenhausen. Beim Aufstellen der Leute kamen wir ganz nach vorne, da wir ja freien Schuss brauchen. Die Aufgabe die wir hatten, war eigentlich einfach, denn wir mussten nur die Kanone schieben und nach Gefühl schießen. Schwerer war allerdings das Nachladen im laufen.

Dies sind meine Aufgaben in der Gesellschaft.

Schwerpunkt des Programms und Analyse eines Vortrags

Eigentlich gibt es keinen Schwerpunkt im Programm, da alles ausgewogen ist. Wir haben zwar viele Büttenreden im Programm aber auch sehr viele Tänze durch die vielen Garden und Gruppen. Auf der einen Seite könnte man sagen das der Schwerpunkt des Programms auf den Büttenreden und Tänzen liegt, da diese beiden Kategorien einen großen Teil des Programms ausmachen. Man kann dies aber auch anders sehen. Vom Stimmungsfaktor her, liegt der Schwerpunkt bei den Fettlochdohlen mit ihren Live Gesang und der Rentnerbank mit ihren Playback und Live Darbietungen. Die Rentnerbank ist auf jeder Sitzung der letzte Programmpunkt, da man danach den Saal nicht mehr ruhig kriegt, um zum Beispiel eine Büttenrede in Ruhe zu halten. Die Rentnerbank ist vom Stimmungsfaktor her das Highlight des Abends. Da die Fettlochdohlen und die Rentnerbank Lieder singen ,die jeder kennt, singen alle mit und feiern dazu. Deshalb kann man eigentlich keinen richtigen Schwerpunkt festlegen.

Meine Analyse eines Vortags mache ich über die Gruppe Mystik. Die Mitglieder dieser Gruppe sind alles alte Hasen im Karnevalsleben. Die Gruppe besteht aus drei Ehepaaren (Roland und Christa Fehling, Jürgen und Brigitte Leimbach, sowie Karl-Heinz und Gabriele Jandrey). Diese sechs Mitglieder machten schon vor ihre Gründung viel auf den Prinzessinemfang oder auf dem "Elften ,Elften." Am 11.11.1999 führten sie das Lied "In Venedig ist Maskenball", auf. Nachdem sie fertig waren und sich wieder umgezogen hatten, fragte der Ehren Präsident der Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd Erich Ruppert.: "Mit dieser Nummer tretet ihr doch auch auf den Sitzungen auf, oder?" Die Gruppe war überrascht, da sie dies eigentlich nicht vorhatten. An diesem Abend kamen noch mehrer positive Meldungen auf diesen Programmpunkt. Somit beschlossen sie Einstimmig, an den Sitzungen teil zu nehmen. Für eine Gruppe brauchte man aber auch einen Namen und somit setzten sich alle zusammen und überlegten, letztendlich kamen sie zu dem Namen "Mystik", der allen gut gefiel. Der Auftritt auf den Veranstaltungen war ein voller Erfolg für die Gruppe Mystik. In der Session 2000/2001 war man nur zu fünft, da Christa Fehling die Prinzessin war. Deshalb dachte man sich etwas ganz Besonderes aus. Alles blieb so gut wie möglich geheim, damit niemand etwas mitbekam. Man kaufte sich teure Barockkostüme und inszenierte eine andere Art des Maskenballs in Venedig. Die kleine Nachtmusik von Mozart stellte die Einleitung dar. Hierbei tanzten nur zwei Paare. Danach wurde eine Mittelteil nach Rondo Veneziano dargestellt. Durch einen Break ging die Darbietung in eine ganz andere Richtung, mit Rock me Amadeus. Hierbei trat dann der fünfte Mittänzer als Amadeus auf. Für die Prinzessin war es eine besondere Freude, ihre Mitstreiter so in Aktion zu erleben, da es eine besondere Überraschung für sie war. Man ist jetzt schon sehr gespannt, mit welchen Programmpunkt die Gruppe im nächsten Jahr auf der Bühne stehen wird.

Quellenangaben

1. Fehling, Roland. 50 Jahre Karnevalsgesellschaft Holzhausen/Rhwd.
2. Krug, Heinz. Stadtbote Nr.3/2001
3. Krug, Heinz. Stadtbote Nr.46/2000
4. Krug, Heinz. Stadtbote Nr. 6/2000
5. HOFGEISMAR AKTUELL, 14.02.2001 Nr.07